Kopiere den fertigen Text hinein — Artikel, Produktbeschreibung, Anschreiben, Behördenbrief. Ab etwa 100 Wörtern wird der Wert belastbar.
Der Flesch-Wert reicht von 0 bis 100. Alles ab 60 gilt als gut lesbar, unter 40 wird es für die meisten Leser anstrengend.
Die Kennzahlen zeigen die Ursache: zu lange Sätze oder zu lange Wörter. Beides lässt sich meist ohne inhaltlichen Verlust auflösen.
Die Formel bewertet zwei Dinge: wie lang die Sätze sind und wie viele Silben die Wörter haben. Beides sind gute Näherungen für den Aufwand, den Lesen kostet. Sie misst ausdrücklich nicht, ob ein Text gut, richtig oder interessant ist — ein völlig unsinniger Text kann einen hervorragenden Wert erreichen.
Verwendet wird hier die von Toni Amstad an das Deutsche angepasste Fassung. Die englische Originalformel würde deutsche Texte systematisch zu schwer einstufen, weil unsere Wörter im Schnitt länger sind — Zusammensetzungen wie „Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsübertragungsverordnung“ sind im Englischen schlicht nicht vorgesehen.
| Wert | Einstufung | Wer versteht es |
|---|---|---|
| 90–100 | Sehr leicht | Grundschule |
| 80–90 | Leicht | etwa 11 Jahre |
| 70–80 | Mittelleicht | etwa 13 Jahre |
| 60–70 | Mittel | breites Publikum — Ziel für die meisten Websites |
| 50–60 | Mittelschwer | Oberstufe |
| 30–50 | Schwer | Studium |
| 0–30 | Sehr schwer | Fachpublikum |
Zur Einordnung: Boulevardzeitungen liegen meist über 60, Qualitätszeitungen zwischen 40 und 60, juristische und wissenschaftliche Texte oft unter 30. Für Websites, Produkttexte und Kundenkommunikation ist 60 bis 70 ein gutes Ziel.
Ein gemessener Wert schlägt jedes Bauchgefühl: Wer den eigenen Text seit Stunden kennt, hält ihn fast immer für verständlicher, als er ist.
Für Websites, Produkttexte und Kundenkommunikation sind 60 bis 70 ein guter Zielbereich — das entspricht gut lesbarem Standarddeutsch. Fachtexte liegen naturgemäß niedriger; entscheidend ist, dass der Wert zur Zielgruppe passt und nicht unbeabsichtigt abstürzt.
Ja, verwendet wird die Amstad-Fassung für Deutsch. Sie berücksichtigt, dass deutsche Wörter im Schnitt mehr Silben haben als englische. Die englische Originalformel würde denselben Text um 15 bis 20 Punkte schlechter bewerten.
Ab etwa 100 Wörtern wird der Wert stabil. Bei sehr kurzen Texten schlägt jeder einzelne lange Satz stark durch, das Ergebnis schwankt dann zu sehr. Überschriften einzeln zu messen ist nicht sinnvoll.
Nein — die Formel misst Lesbarkeit, nicht Qualität. Ein inhaltsleerer Text aus kurzen Sätzen erreicht Spitzenwerte. Der Wert ist ein Warnsignal für Verständlichkeitsprobleme, kein Qualitätsurteil.
Ja, und es lohnt sich: Automatisch erzeugte Texte neigen zu langen, gleichförmigen Sätzen. Ein Lesbarkeitswert als Qualitätstor in der Redaktion fängt das ab, bevor der Text online geht.
Nein. Der Text wird zur Auswertung verarbeitet und danach verworfen — er wird nicht gespeichert, nicht protokolliert und nicht zum Training von irgendetwas verwendet.
Ja — dieselbe Auswertung gibt es als Lesbarkeits-API. Damit lässt sich die Prüfung in Redaktionssysteme einbauen, etwa als Warnung beim Speichern eines Artikels unterhalb eines festgelegten Werts.